Beuting Galabau GmbH © Münsterland e.V. / Philipp Fölting

Kreislaufwirtschafts-Pionier

Beuting Galabau GmbH

Die Beuting Galabau GmbH verfolgt konsequent den Ansatz der Kreislaufwirtschaft und sieht darin sowohl eine ökologische Verantwortung als auch eine wirtschaftliche Chance. Durch die Aufbereitung und Wiederverwendung von Baustoffen sowie Pflanzen lässt sich der Rohstoffeinsatz verringern und die Materialeffizienz im Garten- und Landschaftsbau steigern. Das Unternehmen integriert zirkuläre Abläufe fest in seine Betriebsstrategie und fördert den Einsatz ressourcenschonender Verfahren, sowohl in der internen Abwicklung als auch in der Beratung von Kundinnen und Kunden. Herausforderungen in der Umsetzung nutzt der Betrieb als Anlass für fachliche Kooperationen, um zirkuläre Konzepte in der Landschaftsgestaltung zu etablieren.

Warum hat sich dein Unternehmen dazu entschieden, den Weg der Kreislaufwirtschaft einzuschlagen, und welche Bedeutung hat dieses Modell für euch?

Unser Unternehmen hat sich bewusst für den Weg der Kreislaufwirtschaft entschieden, weil wir darin nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch eine strategische Chance sehen.

Zum einen nutzen wir Materialien effizient, um das Müllaufkommen zu verringern und treibhausgasintensive Rohstoffe einzusparen.

Zum anderen eröffnet uns die Kreislaufwirtschaft neue Wachstums- und Innovationsmöglichkeiten:

  • Wir können Materialien und Pflanzen länger im Kreislauf halten und neu in Projekte einpflegen.
  • Wir schaffen neue Geschäftsmodelle wie Rücknahme- oder Wiederaufbereitung von vorhandenen Materialien.
  • Wir stärken unsere Kundenbeziehungen durch ressourcenschonende Lösungen, die praxistaugliche Vorteile bieten.

Die Kreislaufwirtschaft ist für uns nicht nur ein ökologisches Modell, sondern kann/soll ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensausrichtung werden.

Was ist bei euch jetzt schon im Kreislauf? Könnt ihr uns erklären, wie dieser Prozess funktioniert?

Verschiedene Materialien und Pflanzen werden bei uns schon erfolgreich wiederverwendet.

  1. Pflanzenverwendung: Solitär und Einzelpflanzen werden erfolgreich in Bestandsgärten verschult und später umgtepflanzt
  2. Sortierung & Aufbereitung: Materialien werden vor Ort auf Wiederverwendung geprüft und dann zur späteren Verwendung eingelagert

Gibt es besondere Herausforderungen, die ihr bei der Umsetzung dieser Kreislaufwirtschaftsprozesse meistern musstet / müsst?

Ja, die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft bringt durchaus Herausforderungen mit sich – aber genau darin sehen wir auch die Chance zur Innovation.

Wir als Unternehmen sind nicht nur die, die es umsetzen sondern auch diejenigen die unsere Kunden aufklären und versuchen sollen ressourcenschonende Ansätze in Bau- und Gestaltungsprojekte zu integrieren. „Alte“ Pflanzen und Materialien können durchaus passend verarbeitet einen schöneren Charkter haben wie neue Materialien. (Siehe der Boom bei den oldtimer Autos)

Dies braucht Kommunikation, Transparenz und Bewusstseinsbildung.

Welche Maßnahmen und Unterstützungen wären besonders wertvoll auf dem Weg, mit Herausforderungen umzugehen?

Um die Kreislaufwirtschaft erfolgreich umzusetzen, sind verschiedene Maßnahmen und Unterstützungen entscheidend:

Aufklärung und Forschung muss gezielt auch in kleinen Betrieben gefördert werden. Anreize, z. B. durch Förderprogramme für Kreislauflösungen oder steuerliche Vorteile beim Einsatz von Sekundärrohstoffen, sollten geschaffen werden.

Weiterehin bedarf es stärkerer Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette – von Lieferanten über Produzenten bis zu Kunden, Plattformen zum Austausch von Best Practices, Daten und Materialien sowie Förderung einer Kultur des Reparierens, Wiederverwendens und Teilens.

Welche drei Ratschläge gebt ihr Unternehmen für ihre eigene Transformationsreise im Bereich Kreislaufwirtschaft mit? z.B. Warum sollte man jetzt damit starten?

Unsere drei Ratschläge für Unternehmen, die ihre eigene Kreislaufwirtschaftsreise starten möchten:

Früh anfangen – Schritt für Schritt.

Es ist besser, klein zu beginnen, erste Kreisläufe zu schließen und daraus zu lernen, anstatt auf die perfekte Lösung zu warten. Wer heute startet, sammelt wertvolle Erfahrungen und verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil.

Von Anfang an im Kreislauf denken.

Produkte sollten so gestaltet sein, dass Materialien wiederverwendet, repariert oder recycelt werden können. Die Eier legende Wollmilchsau wird es nicht geben aber es gibt Materialien und Pflanzen die länger leben oder die man besser wiederverwerten kann.

Partnerschaften nutzen und transparent kommunizieren.

Kein Unternehmen schafft die Transformation allein. Kooperationen mit Lieferanten, Kunden und anderen Branchenpartnern sind entscheidend. Gleichzeitig schafft Offenheit Vertrauen – bei Mitarbeitenden, Partnern und Konsumenten.


Vielen Dank an Hendrik Beuting für diesen spannenden Einblick!
Hier gibt es weitere Infos zur Beuting Galabau GmbH: Mehr Informationen

Foto 1 zu Beuting Galabau GmbH © Münsterland e.V./Philipp Fölting

Foto 1 zu Beuting Galabau GmbH

Das Projekt "Kreislaufwirtschaft Münsterland" wird mit Mitteln der Europäischen Union und vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.